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Wandern und Kultur im Frühling

22.04.26 Tief durchatmen im Wolfsburger Stadtwald und in der Kirche den Tönen einer Orgel lauschen

Bei herrlichem Wetter trafen sich am VW-Bad 20 Landfrauen. Nicht um zu baden, sondern um den Frühling im Stadtwald zu erleben. In Wolfsburgs grüner Lunge.

Am 22. April machten sich die Frauen lebhaft auf Schusters Rappen auf den Weg. Vorbei am Kleinen Schillerteich, Krummer Teich, Ziegelteich und Stemmelteich. Dabei präsentierte sich der Wald in seinem aktuellen typischen herrlichen Frühlingsgrün. Buchen, alte Eichen und viele wilde Blumen wie Buschwindröschen, Bärlauch, Veilchen oder Scharbockskraut und Knoblauchrauke säumten die gut ausgebauten Wege. Ein Augenbad für Naturliebhaber. Für viele Frauen war diese Wegstrecke Neuland, sie waren begeistert.

Kleine Pausen wurden wegen Erklärungen eingelegt. Etwa 1000 Hektar groß ist der Wolfsburger Wald. Übrigens zählt Wolfsburg zu den grünsten Städten Deutschlands.
Der Rabenberg entstand ab 1958 mit Bebauung. Er war beliebt, weil wohnen direkt am Waldrand begehrt war. Auch heute noch.

In Detmerode machte die Gruppe in der Pizzeria „meynum“ Rast. Reichhaltig war die Auswahl, von Pizza bis vegetarischem Essen. Zu bestaunen war der sich drehende Holzofen mit seinem Kupferdach.
Detmerode wurde in den 60er Jahren gegründet. Jedoch weisen Ausgrabungen bereits auf das 15. Jahrhundert hin. Somit ist dieser Stadtteil eine wüstgefallene mittelalterliche Siedlung.

Der Weg führte sodann in die evangelische St.-Stephanus-Kirche. Diese wurde 1968 eingeweiht. Erbaut hat sie der berühmte finnische Architekt Alvar Aalto, der auch das Kulturzentrum und die St.-Heinrich-Kirche konzipiert hat. Die Detmeroder Kirche sollte nicht nur für den Gottesdienst da sein, sondern auch für weitere allgemeine Veranstaltungen genutzt werden können. Die kreisrunden Schallreflektoren aus Holz an der Decke ergeben eine gute Akustik. Das farbige Mobile aus Metall im Altarbereich, geschaffen von dem Künstler Jochen Kramer, bietet einen besonderen Blickfang.
Unbedingt erwähnt werden muss auch die Eule-Orgel von dem Erbauer Eule aus Bautzen. Elisabeth Stöckel, stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstands, führte die Frauen nicht nur durch die Kirche, sondern gab auch eine Kostprobe mit einigen Liedern auf der Orgel. Beifall und Dankeschön.

Bevor sich die Wandergruppe wieder durch den Wald auf den Rückweg machte, zeigte Rosie die Hochbeete bei „Kurt 2“. Diese sind auf ihre Initiative entstanden und werden von Jung und Alt gut angenommen. Kräuter, Erdbeeren und viele weitere nützliche Bepflanzungen werden dort von Kindern und Erwachsenen betreut, gepflegt und geerntet. Eine tolle Idee.

Es war eine informative Kultur- und naturverbundene Wander-Veranstaltung, auf der sich Frauen auch neu kennenlernten.

Organisation und Text: Gudrun Meier